Überblick der Lehrpfade
1. Rundweg durch das Tier-Freigelände im Bayerischen Wald mit Aas-Station
2. Geologischer Lehrpfad: Steinheim am Albuch
3. Wanderweg: Schlosspark 17, Pforzen-Irsee im Ostallgäu
4. Geologischer Lehrpfad: Sipplingen am Bodensee
Nationalparkzentrum Falkenstein
Parkplatz (Navi): Eisensteiner Straße 20, D-94227 Ludwigsthal
Rundweg durch das Tier-Freigelände im Bayerischen Wald mit Aas-Station
2,5 km Rundweg
Thema: Die heimische Tier- und Pflanzenwelt
Mit etwas Glück kann man von diesem Rundweg aus Luchse und Wölfe in ihrem natürlichen Lebensraum entdecken. Sie leben in recht großen Freigehegen, so dass sie sich allerdings gut zurückziehen können. (Es gibt keine Fütterungszeiten).

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Christian von Hoermann
06.07.2026
Für mich sind die Texttafeln besonders interessant, und hier die Thematik um die Zersetzung von Kadavern.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Christian von Hoermann
06.07.2026
Neben dem Thema Totholz wird die Zersetzung tierischer Kadaver mit ihrer natürlichen Bedeutung dargestellt, mit ihrem Beitrag zu einem natürlichen Kreislauf der Nährstoffe. Hier werden die typischen Zersetzungsstadien vorgestellt und die Artenvielfalt an Kadavern betont.

Rehkadaver nach etwa 1 Woche Liegezeit im Juli 2026. Verlagerung der Überreste durch Kolkrabenaktivität.
Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Christian von Hoermann
06.07.2026
Wie der Prozess in der Natur abläuft, kann man an einem dafür eingerichteten Platz beobachten - ein gekennzeichneter Stichweg führt zur Aas-Station und auf der Lehrtafel, die direkt dabei steht, werden wichtige beteiligte Insekten erklärt. Hier werden Kadaver heimischer Wildunfalltiere, z.B. Rehe, ausgelegt.
Dem Natürlichen mit offenen Augen und Interesse respektvoll begegnen!
Auf der Seite Heimatmuseen stelle ich das dazugehörige Nationalparkzentrum Falkenstein - Haus zur Wildnis vor.
Geologischer Lehrpfad: Steinheim am Albuch
Thema: Meteorkratereinschlag im Steinheimer Becken

beide Fotos 26.04.2026
links: Aussichtspunkt Burgstall mit Blick auf den Kraterkegel, rechts: ein Rastplatz mit einer besonderen paläontologischen Rekonstruktion aus Wurzelwerk
Der geologische Lehrpfad startet am Meteorkrater-Museum in Sontheim und ist als Rundweg angelegt. Er hat eine Länge von etwa 6 km, bei gut 100 Höhenmetern, dabei umrundet man einmal den Kegel im Süden, um ihn dann zu überqueren. Informative Texttafeln um die Geologie des Kraters begleiten den Lehrpfad. Macht Spaß! Gut beschildert.
Wanderweg Schlosspark 17
Rund um die Hammerschmiede - In der Heimat von UDO

linkes Foto 2022, rechtes Foto 2023
Dieser Wanderweg startet auf den Auen in Pforzen (Sportpark) und führt durch das bewaldete Umland von Pforzen und Irsee. Der etwa 15 km lange Wanderweg, der mit einer Dauer von 4 Stunden veranschlagt wird, ist ein schöner Weg durch die Natur. Dieser Weg hat allerdings nichts mit UDO oder Udo, dem Menschenaffen, zu tun. "UDO" ist ein Kunstwort und steht in dieser Variante auf dem Flyer zu dieser Wanderroute. "UDO" würde das UrzeitDiorama Ostallgäu bedeuten, was es vielleicht nie gibt. "Udo" ist der Spitzname des männlichen Tieres der Menschenaffen.
Noch in Pforzen kommt man am Pavillon für Danuvius guggenmosi vorbei. Näheres findet man auf meiner Homepage unter Ausstellungen.
Die Hammerschmiede ist ein Ortsteil von Pforzen. Hier befindet sich die Tongrube, in der die Fossilien des Danuvius guggenmosi gefunden wurden. Die Tongrube wird lediglich umrundet, es gibt keine Möglichkeit, hineinzuschauen. Das ist auch streng verboten.
Dieses ist noch nicht der Weg, der mit Informationstafeln zur geplanten Aussichtsplattform an der Tongrube führen soll. Dieser wird hoffentlich kommen, gestaltet mit wissenschaftlich fundierten Inhalten. Gerade ist aber zu befürchten, dass dieser Grundgedanke vom "Förderverein UDO - Danuvius guggenmosi e.V." gekreuzt wird.
Schöner Rundweg durch die Natur, den man auch in Etappen erwandern kann, der leider nichts mit Danuvius guggenmosi zu tun hat.
Geologischer Lehrpfad: Sipplingen am Bodensee
Molasse-Lehrpfad

Fotos: Dr. Christian Laugwitz, 22.08.2025
Wandertour 3 in Sipplingen. Gekennzeichnet mit einem Haifischzahn.
Thema: Entstehungsgeschichte des Bodensees - die verschiedenen Molasseschichten.
Start ist im Ort von einem der Parkplätze. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert. Ein bisschen anstrengend ist der Aufstieg, er ist relativ steil und insgesamt sind es über 250 Höhenmeter, aber es lohnt sich. Man wird mit einer wunderbaren Aussicht auf den Bodensee belohnt und wenn man will, kann man weiter oben einkehren und hausgemachten Kuchen genießen. Hier gibt es sogar Rutschautos für Kinder. Die Texttafeln sind sehr informativ, eine Begleitbroschüre mit den Texttafeln kann man kostengünstig im sehr freundlichen Touristenbüro am Bahnhof kaufen oder bestellen.
Leider sind nicht alle Schichten offen, also teilweise überwachsen. Aber ein Highlight ist weit oben der Übergang von der Oberen Süßwassermolasse zur Eiszeit/ Nagelfluh (linkes Foto).
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